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In Kihei auf Maui werden sich die Temperaturen in den nächsten Monaten um die 25 °C bewegen, doch im russischen St. Petersburg steht der Winter vor der Tür. Für einen Einwohner von Kihei ist dies ein Grund zur Sorge: Kirill Bogouslavski, Gründer und Präsident der Wohltätigkeitsorganisation "Ascent Russian Orphan Aid Fund", die sich um bedürftige Kinder in Russland kümmert. Der Mann mit dem Spitznamen "Kira" weiß, dass die bittere Kälte (die Durchschnittstemperatur zwischen Dezember und Februar beträgt nur -13 °C) noch größere Entbehrungen für die mehr als 4 Millionen Waisen und obdachlose Kinder mit sich bringt, die auf den Straßen Russlands leben. Soziale Veränderungen haben dazu geführt, dass viele russische Kinder ihr Dach über dem Kopf verloren haben. Viele Hunderte dieser Kinder haben Zuflucht in Abwasserkanälen gesucht und benötigen dringen Nahrung und Kleidung. Die glücklicheren von ihnen leben in Waisenheimen. Leider kämpfen viele dieser Heime und Hilfseinrichtungen um ihre Existenz, da von der russischen Regierung meist nur leere Versprechungen eingehen. Es fehlt an den nötigen Geldmitteln, manche Heime haben kein warmes Wasser, in manchen Fällen gibt es weder Duschen noch Möbel noch Kleidung für die Kinder. Die russischen Waisenhäuser finanzieren sich zum Großteil durch Spenden von Freiwilligen, die neben dem Geld auch ihre Zeit und ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, doch es gibt viele Probleme zu bewältigen. Ungefähr 15.000 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren werden jedes Jahr aus russischen Waisenheimen entlassen.
Im Durchschnitt finden 5.000 von ihnen keine Arbeit, mehr als 6.000 werden obdachlos,
3.000 geraten auf die schiefe Bahn und ca. 1.500 nehmen sich das Leben.
Ungefähr die Hälfte aller Mädchen werden in die Prostitution gezwungen.
Zurzeit entwickelt sich nur eine von zehn russischen Waisen zu einem nützlichen Mitglied der Gesellschaft,
die anderen fallen Drogen, Verbrechen und Selbstmord zum Opfer.
Das Leiden dieser russischen Kinder ist in der Weltgemeinschaft bisher kaum bekannt.
Kiras Mission besteht darin, das zu ändern.
"Es war schwierig, in den USA beruflich Fuß zu fassen, doch sobald ich finanziell gesichert war, wollte ich anderen helfen." Seine Unterstützung für russische Waisen bestand zum Beispiel darin, dass er einem amerikanischen Freund bei der Adoption eines russischen Waisen half, der heute in Columbus, Ohio, die Schule besucht. Kira half außerdem beim Transfer von Spendengeldern für den Bau der wichtigsten Einrichtungen im Waisenheim in Wladiwostok und gab finanzielle Unterstützung für die Rescuer's School. Auf einer Reise nach Russland im Mai letzten Jahres war Kirill beeindruckt von den selbstlosen, gebildeten und begabten Menschen, die er dort kennen lernte, die "wirklich" helfen wollten. Er erkannte, dass "alles, was diesen Leuten fehlt, um ihre Fähigkeiten umzusetzen, ist Geld. In den vergangenen Jahren habe ich immer nach Möglichkeiten gesucht, den Waisen zu helfen. Diese Suche führte mich zu der Idee, eine Non-Profit-Organisation zu gründen, die hoffentlich in der ganzen Welt Unterstützung finden würde." Bereits Ende Mai zog Kirill nach Maui, wo er sich in Kihei niederließ. Er plant, dort eine Weile von seinen Ersparnissen zu leben und seine gesamte Zeit dem Hilfsprojekt zu widmen. In diesem Jahr ließ er den "Ascent Russian Orphan Aid Fund" in den USA als Wohltätigkeitsorganisation registrieren. Da die Betriebskosten sehr gering sind, erreichen tatsächlich bis zu 100 % aller von der Steuer absetzbaren Spenden die auf seiner Website (www.iOrphan.org) aufgeführten Waisenheime. "Auf unserer Website können die Spender auswählen, welchem Zweck ihr Geld zugute kommen soll. Sie erhalten außerdem ausführliche Berichte über den Fortschritt aller gesponserten Projekte", erklärt Kira. Informationen über russische Waisen und die Waisenheime, die unterstützt werden, finden sich ebenfalls auf der Website. Auch Möglichkeiten zur freiwilligen Mitarbeit sind aufgeführt. Man spürt, wie sehr seine Arbeit Kira am Herzen liegt, wenn er sagt: "Ich fühle mich, als habe ich meine Lebensmission gefunden. Nichts hat mich je mehr erfüllt. Ich bin wirklich dankbar, dass ich diese Gelegenheit erhalten habe und anderen helfen darf. Ich bin nur ein Werkzeug in Gottes Hand, und meine Vision ist es, die Bedürftigen zu unterstützen. Die Hilfe für Waisenkinder ist jetzt mein ganzen Leben und meine Mission."
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| © 2005 Ascent Russian Orphan Aid Foundation. Alle Rechte vorbehalten. Leider sind noch nicht alle unsere Seiten auf Deutsch übersetzt. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten. |